Der Konflikt im Nahen Osten hat sich etwas beruhigt, die daraus resultierenden Unsicherheiten, unter anderem in Bezug auf die Energiepreise, bleiben aber weiter bestehen. Die Preise für Erdöl und Gas blieben aber zumindest in den letzten Monaten unter den noch im Frühjahr befürchteten Höhen, auch durch die teilweise Wiederöffnung der Straße von Hormus. Die Maßnahmen des bei der „Tripartite“ beschlossenen „Resilienzpak“ dürften zudem die Inflation immerhin in diesem Jahr abbremsen. Vor diesem Hintergrund hat die Statistikbehörde „Statec“ ihre Prognosen angepasst – samt möglicher Indextranchen.

„Als im Mai 2026 die letzten Inflationsprognosen des Statec veröffentlicht wurden, war das internationale Umfeld von der Blockade des Seeverkehrs in der Straße von Hormus geprägt. Die zugrunde gelegten Annahmen gingen von einer schrittweisen Weitergabe des Anstiegs der Ölpreise auf alle Verbraucherpreise aus. Drei Monate später hat sich das jedoch nur in begrenztem Umfang bewahrheitet“, schreibt die Statistikbehörde in ihrer neuen Veröffentlichung.

Die Energiepreise seien zwar starken Schwankungen unterlegen gewesen und seien nach ersten Schätzungen im Juli in der Eurozone im Vergleich zum Vorjahr immer noch um zehn Prozent gestiegen. Doch eine Ausweitung auf die übrigen Preise in der Eurozone sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht erkennbar …