78 Prozent der Opfer von Gewalt wenden sich danach nicht an Polizei, medizinisches Personal oder soziale Organisationen. Zu dieser Einschätzung kommt eine Studie des nationalen Statistikamtes „Statec“. Dementsprechend seien etwa 81.000 Personen im vergangenen Jahr Opfer von mindestens einer Form von Gewalt geworden – schätzungsweise 63.000 davon seien aber nicht sichtbar, da sie die Fälle niemandem meldeten.

Der häufigste Grund der Opfer für diese Entscheidung war, dass der Vorfall von Gewalt nicht schlimm genug sei, um deswegen Hilfe zu suchen. Es ging dabei um körperliche, sexuelle, finanzielle oder psychische Gewalt, die in den zwölf Monaten vor der Umfrage passierte. Besonders groß war die Zurückhaltung der Opfer, sexuelle Gewalt zu melden …