Der parlamentarische Budgetkontrollausschuss hat sich am Montag nochmals mit dem „Large Scale Testing“ (LST) während der Covid-19-Pandemie befasst. Anlass war der Bericht der Abgeordneten Sam Tanson (Déi Gréng) und Stéphanie Weydert (CSV) über den Spezialbericht der „Cour des comptes“, die die großangelegte Testkampagne unter die Lupe genommen und dabei einige Unregelmäßigkeiten festgestellt hatte. Besagter Bericht des Rechnungshofes war den Abgeordneten im Februar 2025 vorgestellt worden.

Die beiden Berichterstatterinnen übernahmen in ihrem Bericht denn auch in großen Zügen die Feststellungen des Rechnungshofes. Sowohl Sam Tanson als auch Stéphanie Weydert erinnerten aber nochmals daran, dass damals zu Beginn der Pandemie in einer absoluten Notsituation gehandelt worden sei. „Das soll aber nicht verhindern, Lehren daraus zu ziehen, was vielleicht nicht so gut lief. Das haben wir hier im Ausschuss versucht“, so Sam Tanson. Der Bericht der beiden Abgeordneten wurde am Montag vom Ausschuss einstimmig und ohne Kommentar angenommen. Er soll jetzt als Grundlage für eine öffentliche Orientierungsdebatte im Parlament dienen, die für den Herbst beantragt wurde.

Zur Erinnerung: Das „Large Scale Testing“ war nach dem Lockdown im Frühjahr 2020 angelaufen und sollte positive Covid-Fälle ausfindig machen. Vor allem asymptomatische Personen sollten isoliert werden, um so die Infektionsketten zu unterbrechen und einen erneuten Lockdown zu verhindern …