Der gesellschaftliche Druck auf Intersex-Menschen ist groß. Immer noch wird von ihnen verlangt, Frau oder Mann zu sein. Sie sind aber beides. Eine neue Beratungsstelle soll Betroffenen nun eine Stütze sein und dabei helfen das Thema Intersex zu enttabuisieren.

Wird es ein Junge oder ein Mädchen? Bei der Geburt eines Kindes ist die Geschlechterfrage meist geklärt. Ein Baby kann aber auch beides sein – oder weder noch. Dass ein Kind beide Geschlechtsmerkmale aufweisen kann, ist immer noch ein Tabuthema. Und weil in der Gesellschaft nicht über Intersex gesprochen wird, wissen Betroffene oft nicht, wie sie mit ihrem Schicksal umgehen sollen. In Luxemburg soll sich das aber ändern.

Das „Familljen-Center Luxemburg“ ist nun offizielle Anlaufstelle für Intersex-Menschen und all jene, die Fragen zum Thema haben. „Das gesamte Team hat an spezifischen Weiterbildungen teilgenommen, damit die Menschen, die sich bei uns melden, richtig betreut werden und sich gut aufgehoben fühlen“, sagt Caroline Pull, Psychologin beim Familljen-Center. Neu ist die therapeutische Begleitung, die Intersex-Menschen dort zur Verfügung gestellt wird.