Der Europarat und das US-Außenministerium haben neue Berichte über die Situation des Menschenhandels in Luxemburg vorgelegt. Beide kommen zu ähnlichen Ergebnissen: Opfer von Menschenhandel haben immer noch Schwierigkeiten, Gerechtigkeit zu erlangen, während Täter viel zu oft mit geringen Strafen davonkommen.

Seit dem letzten Bericht der Expertengruppe des Europarates zur Bekämpfung des Menschenhandels („Greta“) anno 2018 hat sich einiges geändert. Die Mehrheit der Opfer ist laut dem neuesten Bericht zum Jahr 2021 männlich und wurde in der Restaurant- und Baubranche eingesetzt. Weitere Bereiche sind erzwungenes Betteln und Zwangsprostitution. Alle Opfer kommen aus dem Ausland, vor allem aus Rumänien, China, Ukraine, Portugal und Nepal. Reporter.lu berichtete im Sommer 2021 über den Fall eines nepalesischen Staatsbürgers, der in einem Luxemburger Restaurant Opfer von Zwangsarbeit wurde.

Die Zahl der gemeldeten Fälle stieg im zweiten Pandemiejahr dramatisch an, von zehn im Vorjahr auf 31 in 2021 …