Die juristische Aufarbeitung der Gewaltvorwürfe gegen ehemalige Polizisten der hauptstädtischen Bahnhofswache geht in die zweite Runde. Nach den Urteilen des Bezirksgerichts Luxemburg Ende Juni wird sich nun das Berufungsgericht mit den drei Strafverfahren befassen müssen. Wie die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage von Reporter.lu mitteilt, wurden in sämtlichen Verfahren Rechtsmittel eingelegt – allerdings nicht von allen Verurteilten.
Im Hauptprozess, in dem es um die mutmaßliche Misshandlung eines Mannes in einer Zelle der Bahnhofswache geht, fechten alle vier Angeklagten ihre Schuldsprüche an. Wie Reporter.lu berichtete, waren Tom D., Rick S., Joe K. und André A. wegen ihrer Rolle bei den Ereignissen vom 20. Mai 2023 zu Freiheitsstrafen, teils auf Bewährung, sowie zu Geldstrafen verurteilt worden.
Tom D. erhielt wegen vorsätzlicher Körperverletzung eine Freiheitsstrafe von drei Jahren, davon zwei auf Bewährung, sowie eine Geldstrafe von 5.000 Euro. Nach Überzeugung des Gerichts hatte er das stark alkoholisierte Opfer in einer Sichtzelle des Kommissariats geschlagen. Dasselbe Strafmaß verhängten die Richter gegen Rick S., der bei dem Vorfall anwesend gewesen sein soll …
Bereits Mitglied? Jetzt einloggen!
