Dr. Benoît Ochs darf zwölf Monate nicht praktizieren. Dieses Urteil wurde am Mittwoch im Berufungsverfahren gegen den Allgemeinmediziner aus Gonderingen ausgesprochen, der durch seine Behandlungsmethoden und Aussagen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ins Visier des Disziplinarausschusses des „Collège médical“ geraten war.

Mit diesem Urteil bestätigte der „Conseil supérieur de discipline“ die Entscheidung aus erster Instanz, wodurch diese nun auch rechtskräftig wird. Bis dato hatte der Arzt nämlich auch weiterhin Patienten behandelt, obwohl ihm im Juli vergangenen Jahres ein einjähriges Berufsverbot auferlegt worden war. Benoît Ochs aber hatte Einspruch gegen dieses Verdikt eingelegt und konnte so bis zu einem Urteil in zweiter Instanz weiter praktizieren.

Diesen Einspruch wies der Disziplinarausschuss nun als unbegründet zurück. Damit wurde die Erwartung des Arztes, als eine Art Whistleblower anerkannt und freigesprochen zu werden, nicht erfüllt. Denn genau so sieht sich Benoît Ochs, den das Urteil am Mittwoch sichtlich überraschte …