Nur wenige Gemeinden stehen so gut da wie die Hauptstadt. Der hauptstädtische Gemeinderat kann auf ein Bankguthaben von 1,2 Milliarden Euro zurückgreifen, zusätzlich ist der Reservefonds der Gemeinde mit über 700 Millionen Euro gut gefüllt. Dies geht aus einer Antwort von Innenminister Léon Gloden (CSV) auf eine parlamentarische Anfrage des LSAP-Abgeordneten und Bürgermeisters der Stadt Düdelingen Dan Biancalana zurück. Dieser hatte sich nach den finanziellen Reserven der Gemeinden beim Innenministerium erkundigt.

Die Zahlen beruhen auf der finanziellen Lage am 31. Dezember 2023 und geben deshalb nur einen Momentaufnahme wieder, betont das Ministerium. Denn die Gemeinden könnten noch weitere Ausgaben tätigen, die sich nicht in den Zahlen wiederfinden, betont das Innenministerium. Schließlich sei der Stichtag für das laufende Budget von 2023 der 30. April 2024. Bis dahin müssen die Gemeinden ihren neuen Haushalt für das Jahr 2024 verabschiedet haben.

Während die Hauptstadt auf Reserven in Millionenhöhe zurückgreifen kann, sieht die finanzielle Lage in manchen der 100 Luxemburger Gemeinden weniger positiv aus. 21 Gemeinden haben etwa überhaupt keine finanziellen Rücklagen. Dies gilt unter anderem für die Gemeinden Bettemburg, Betzdorf, Diekirch, Differdingen, Heffingen oder Winseler …