Die Kommunikation rund um die Impfkampagne schlägt mit rund 14 Millionen Euro zu Buche. Allein in die Impf-Helpline wurden 11,2 Millionen Euro investiert. Der Rest wurde für verschiedene Werbekampagnen, Newsletter und Informationsmaterial ausgegeben. Dies geht aus der Antwort des Staats- und des Gesundheitsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Abgeordneten Mars Di Bartolomeo und Yves Cruchten (beide LSAP) hervor.

Was der Antwort hingegen nicht zu entnehmen ist, ist der Kostenpunkt des Impfstoffs sowie der Logistik, die es zur Verteilung braucht. Auf Nachfrage von Reporter.lu erklärt das Gesundheitsministerium, dass diesbezüglich aktuell kein Zahlenmaterial verfügbar sei.

Anders sieht es offensichtlich bei Zahlen zur Kommunikation aus, die die Ministerien nun in ihrer Antwort an die beiden LSAP-Abgeordneten liefern. Die Helpline macht dabei mit 11,2 Millionen Euro das Gros der Kosten aus. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass das Gesundheitsministerium die Impfhotline an das Beratungsunternehmen „PricewaterhouseCoopers“ und das Callcenter „LDL Connect“ outgesourct hat, wie Reporter.lu berichtete.

Ein Großteil der Kommunikation zur Impfkampagne erfolgte über die Medien. Seit Dezember 2020 hielt Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) 15 Pressekonferenzen zum Thema Covid-19 ab. Zudem trat sie bei 15 Pressebriefings gemeinsam mit einem anderen Regierungsmitglied, allen voran Premier Xavier Bettel (DP), vor die Journalisten. Die Medienvertreter waren außerdem zu sieben Gelegenheiten eingeladen, um über die verschiedenen Etappen der Impfkampagne zu berichten, etwa bei Besuchen in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Impfzentren. Spezifisch zum Thema Impfen wurden denn auch 63 Pressemitteilungen verfasst, hinzu kommen die täglichen Communiqués über die aktuelle Infektionslage und die Impfsituation.

Das Gesundheitsministerium versuchte aber auch die Bevölkerung über die sozialen Netzwerke zu erreichen. Zum Thema Impfen wurden so 249 Posts auf Facebook und Co. veröffentlicht. Dabei handelte es sich um 181 statische Posts, 27 Videos und 17 Podcasts. Des Weiteren wurden 24 Newsletter spezifisch zum Thema Impfen veröffentlicht.

Für viele Menschen ist jedoch der Hausarzt die erste Adresse, um Informationen über die Impfung zu erhalten oder sich impfen zu lassen. Derzeit nehmen laut Gesundheitsministerium 295 Mediziner Impfungen in ihren Praxen vor. Bis dato wurden so 14.810 Personen in einer Arztpraxis geimpft (Stand: 9. November).

Der „Impfbus“ seinerseits machte zwischen August und Oktober dieses Jahres an 93 unterschiedlichen Standorten Halt. 4.428 Personen konnten im Zuge dieser Initiative geimpft werden. (GS)


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