Sieben Jahre Gefängnis, die Hälfte auf Bewährung, sowie fünf Jahre Haft, davon drei auf Bewährung: So lautete in erster Instanz das Urteil gegen die zwei Hauptbeschuldigten im Betrugsfall in der Gemeinde Hesperingen. Und wenn es nach der Generalstaatsanwaltschaft geht, soll das auch in zweiter Instanz der Fall sein. Im Berufungsverfahren forderte die Vertreterin der Anklage auf strafrechtlicher Ebene nämlich die Bestätigung des ersten Urteils.

Auf zivilrechtlicher Ebene könnten die Schadenersatzzahlungen hingegen neu berechnet werden, so die Anklägerin. In erster Instanz waren diese auf 6,7 Millionen Euro beziffert worden, die die beiden Hauptangeklagten an die Gemeinde zurückzahlen sollten. Die beiden ehemaligen Beamten hatten über einen Zeitraum von rund 20 Jahren mithilfe fiktiver Rechnungen und Scheinfirmen Geld aus der Gemeindekasse abgezweigt …