Die zeitweilige Suspendierung des Orthopäden Philippe Wilmes bleibt bis auf Weiteres bestehen. Das Verwaltungsgericht wies nämlich jetzt im Rahmen eines Schnellverfahrens einen Antrag des Arztes auf Aufhebung der Maßnahme ab. Der Chirurg steht bekanntlich im Verdacht, Kreuzbandoperationen ohne medizinische Indikation, also an gesunden Knien, durchgeführt zu haben. Philippe Wilmes bestreitet die Vorwürfe vehement.

Die 21-monatige Suspendierung des Orthopäden für chirurgische Eingriffe hatte Gesundheitsministerin Martine Deprez (CSV) Ende April verhängt. Grundlage war ein Gutachten von drei medizinischen Sachverständigen, in dem diese zu dem Schluss gekommen waren, dass Philippe Wilmes in allen untersuchten Fällen ungerechtfertigte Operationen durchgeführt habe. Bereits zuvor hatte die Ministerin den Arzt Ende Januar für drei Monate suspendiert. Auch gegen diesen Erlass ging er juristisch vor, das Gericht wies aber auch diesen Antrag ab.

Martine Deprez leitete das Gutachten der Sachverständigen sowie die sonstigen ihr vorliegenden Informationen auch an die Staatsanwaltschaft weiter. Diese gab dann Ende Mai bekannt, dass sie ein Vorermittlungsverfahren eingeleitet habe …