Der Chirurg Philippe Wilmes darf auch weiterhin keine Patienten operieren. Gesundheitsministerin Martine Deprez (CSV) hat die seit Ende Januar bestehende Suspendierung des Orthopäden um weitere 21 Monate verlängert. Sie beruft sich dabei auf das Gutachten, mit dem drei Sachverständige beauftragt worden waren. Diese seien zu der einstimmigen Schlussfolgerung gelangt, dass Philippe Wilmes in allen untersuchten Fällen ungerechtfertigte Knieoperationen an intakten Kreuzbändern durchgeführt habe. Das teilte ihr Ministerium am Dienstag mit, ohne den Namen des Mediziners zu nennen.

Die Verlängerung der Suspendierung habe das Ziel, „den Schutz der öffentlichen Gesundheit während der weiteren Untersuchung durch die Ärztekammer zu gewährleisten“, so das Ministerium in seiner Mitteilung. Zur Erinnerung: Parallel zu der Untersuchung des Ministeriums läuft ein Verfahren des „Collège médical“ über mögliche Disziplinarmaßnahmen gegen Philippe Wilmes – dem bereits Mitte März die „Hôpitaux Robert Schuman“ (HRS) sein „Agrément“ entzogen hatten. Seitdem praktiziert er nicht mehr in den HRS-Krankenhäusern, sondern empfängt Patienten in der von ihm mitbegründeten Einrichtung „Findel Medic“ …