Die Einschreibungen zu Impfterminen blieben weit hinter den Erwartungen des Gesundheitsministeriums zurück. Vergangenen Sonntag lief die Frist für die eingeladenen Ärzte und Pfleger ab. Die Gründe für die geringe Impfbereitschaft kennt die „Santé“ offenbar nicht.

Wie „Radio 100,7“ meldete, konnten lediglich 48 Prozent der eingeladenen Pfleger und Ärzte, die nicht in Krankenhäusern arbeiten, von einer Impfung überzeugt werden. Bereits zuvor wurde deutlich, dass das Ministerium die Impfbereitschaft überschätzte. Am vergangenen Mittwoch hatte nur ein Drittel der Angeschriebenen einen Termin beansprucht. Bis Freitag stieg die Zahl auf 40 Prozent an.

Allerdings hofft das Ministerium, dass es sich nur um ein vorläufiges Ergebnis handelt. Das Personal von Betreuungsstrukturen wurde nämlich zum Teil zu einem Termin im Impfzentrum eingeladen, obwohl sie auch die Möglichkeit haben, sich von der mobilen Mannschaft im Heim impfen zu lassen, erklärt das Ministerium auf Nachfrage von Reporter.lu.

Gründe bleiben ungewiss

Eine Erklärung, warum nur die Hälfte der 3.720 angeschriebenen Ärzte und Pfleger sich für eine Impfung entschied, hat das Ministerium nicht. Die Informationskampagne wirkte offenbar nicht. Bereits im Dezember organisierte die „Santé“ mehrere Onlineseminare über die verschiedenen Impfstoffe.