Warum ist das „Centre hospitalier du Luxembourg“ in Strassen für die Behandlung von Schlaganfällen besser ausgerüstet als andere Krankenhäuser im Land? Und ist das ein Problem? Ein Überblick über die Einzelheiten der üblichen Behandlungsstandards.

Im Spitalgesetz von 2018 wurde festgehalten, dass nicht jedes Krankenhaus eine spezialisierte Schlaganfallstation anbieten muss. Außerdem wurde entschieden, dass im Land lediglich ein Krankenhaus eine „Stroke Unit level 2“ anbieten darf. Im Gegensatz zur „Stroke Unit level 1“ können dort auch Patienten behandelt werden, die nach einem Schlaganfall eine mechanische Thrombektomie benötigen. Bei dieser invasiven Behandlung wird das Blutgerinnsel mittels eines Katheters aus dem verschlossenen Gefäß herausgezogen.

Seine „Stroke Unit level 2“ bietet das „Centre hospitalier du Luxembourg“ (CHL) im „nationalen Auftrag“ in Strassen an. Ist die dortige Expertise für die Behandlung des Patienten nötig, überweisen andere Krankenhäuser ihre Patienten nach Strassen.

Reicht ein Standort aus?

Diese invasive Behandlung an mehr als einem Standort anzubieten, ist derzeit nicht geplant. Die Behandlung erfordert eine hohe Kompetenz der entsprechenden Ärzte, in der Regel Radiologen oder Neurologen. Hinzu kommt die nötige Praxis. Führt ein Arzt diese Behandlung nicht regelmäßig durch, kann es ihm an Routine und letztlich an Effizienz fehlen.