Die „Alternative für Deutschland“ ist 2013 als liberal-konservative, eurokritische Bewegung gestartet. Mittlerweile haben sich aber die radikaleren, nationalistischen bis rechtsextremen Strömungen durchgesetzt. Eine kurze Parteigeschichte.

Am Anfang stand die Eurokrise – genauer gesagt die Krise der europäischen Währungsunion infolge der globalen Finanzkrise. Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) wurde am 6. Februar 2013 in Berlin gegründet. Zunächst waren mit Bernd Lucke und Joachim Starbatty zwei Ökonomen die Aushängeschilder jener Partei, die sich die Kritik der Eurorettungspolitik auf die Fahnen geschrieben hatte.

Bei den Bundestagswahlen 2013 scheiterte die AfD mit 4,7 Prozent nur knapp an der Fünf-Prozent-Hürde. Ein Jahr später kam der Erfolg bei der Europawahl (7,1 Prozent bzw. sieben Mandate). Mittlerweile ist die AfD im Bundestag vertreten und mit 12,6 Prozent bzw. 94 Sitzen stärkste Oppositionspartei – vor FDP, Linken und Grünen. Ebenso schaffte die Partei den Einzug in alle 16 Landesparlamente.

Der zunehmende Erfolg ging mit einer zunehmenden Radikalisierung der AfD-Positionen einher. Vor allem in der Asyl- und Flüchtlingspolitik rückte die Partei nach rechts. Manche ihrer Sprecher identifizierten sich ausdrücklich mit der islam- und fremdenfeindlichen Bewegung „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida).