„Das juristische Gutachten ist klar: Hier sind Fehler geschehen in Bezug auf die Gesetzgebung über öffentliche Ausschreibungen. Der Einfluss, den das Sportministerium hatte auf das, was gebaut oder gekauft werden sollte, war zu groß.“ Das sagte Sportministerin Martine Hansen (CSV) am Montag in einer Sitzung des parlamentarischen Finanzkontrollausschusses und bezog sich dabei auf das Sportmuseum-Projekt ihres Vorgängers Georges Mischo (CSV).

Besagtes Projekt oder vielmehr die Recherchen von Reporter.lu dazu hatten bekanntlich letzten Endes im Dezember 2025 zum Rücktritt von Georges Mischo geführt. Seine Nachfolgerin Martine Hansen hatte daraufhin eine Anwaltskanzlei mit einem juristischen Gutachten betraut. Dieses liegt mittlerweile – auch Reporter.lu – vor, darf von den Ministern und Abgeordneten aber nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit thematisiert werden. Im öffentlichen Teil der Ausschusssitzung äußerte sich Martine Hansen denn auch nur kurz, dafür aber deutlich: „Das Gutachten ist in Bezug auf die Vorabvereinbarung klar: Das geht nicht.“

Damit bezog sie sich auf das „Protocole d’accord“, das Georges Mischo mit der Entwicklungsgesellschaft „IKO“ unterzeichnet hatte, die das Sportmuseum-Projekt im Rahmen eines Kongresszentrums auf der Industriebrache „Rout Lëns“ in Esch/Alzette umsetzen sollte …