Immer wieder gerät der weltweit führende Lebensmittelkonzern Nestlé in die Schlagzeilen. Mal geht es um kontroverse Aussagen, mal um objektiv belegbare Missstände. Ein Überblick über die Gründe, warum der globale Konzern so oft kritisiert wird.

Nespresso-Kaffee, Wagner-Pizza, Felix-Katzenfutter, Mineralwasser von Contrex, Perrier, San Pellegrino oder Vittel: Die Produkte aus dem Hause Nestlé gehören für sehr viele Menschen auf der Welt zum Alltag. Der Nahrungsmittelkonzern mit Sitz in der Schweiz kontrolliert laut eigenen Angaben über 2.000 Marken und machte im vergangenen Jahr einem Umsatz von über 80 Milliarden Euro. Damit gehört die Nestlé S.A. zu den 100 umsatzstärksten Unternehmen weltweit.

Gleichzeitig machte der Konzern in der Vergangenheit immer wieder wegen unterschiedlichen Kontroversen von sich reden. In die Kritik geriet etwa, wie „Nestlé Waters“ das Wasser produziert, das es in Plastikflaschen – etwa unter der Marke „Nestlé Pure Life“ – verkauft. Die Produktionsstandorte des Konzerns sind über die ganze Welt verteilt, unter anderem in Staaten, die selbst unter Wasserknappheit leiden. Nestlé kauft dort Trinkwasserquellen auf und pumpt das Wasser dank Verträgen mit staatlichen Stellen direkt aus dem Grundwasser.

Wasser als Menschenrecht?

In dem Dokumentarfilm „Bottled Life“ wird Nestlé vorgeworfen, dass der Konzern in manchen Staaten – etwa in Pakistan – Grundwasser günstig erwirbt, um es dann unter der Marke „Pure Life“ teurer an die Bevölkerung zu verkaufen. Durch die globale Produktion konnte der Konzern den Umsatz aus seiner Wasser-Sparte kontinuierlich steigern. Nestlé bestreitet die Vorwürfe und reagiert zum Teil auch in sehr ausführlicher Weise auf die Kritik an seinen Geschäftspraktiken …