Zusatzversicherungen sind vor allem für Patienten von Zahn- und Augenärzten besonders beliebt. Hier zahlt die Gesundheitskasse wenig, es fallen aber hohe Kosten an. Ein Problem ist dabei auch die Nomenklatur. Der veraltete Leistungskatalog der CNS macht eine bessere Rückerstattung fast unmöglich. 

Schlechte Zähne können teuer werden. Manchmal so viel wie ein neuer Kleinwagen. Das hängt aber viel davon ab, was und wie es gemacht wird, damit sie wieder gepflegt aussehen. Bekommt ein Zahn „nur“ eine neue Füllung oder ein Inlay? Eine Krone oder ein Implantat?

Für was sich der Patient am Ende entscheidet, ist oft eine Frage des Preises – und der Rückerstattung. Und die fällt vor allem bei Zahn- und Augenbehandlungen eher klein aus. Die Gesundheitskasse übernimmt bei den Kosten für reguläre Zahnarztbesuche zwar 88 Prozent. Teuer werden aber größere Behandlungen, wie Zahnersatz oder Füllungen. Ein wichtiger Kostenpunkt ist dabei einerseits das Material und andererseits die Art des Zahnersatzes.

Die CNS übernimmt zwei unterschiedliche Arten der Zahnprothesen (herausnehmbar oder eine Brücke). Zusatzversicherungen hingegen bieten ihren Kunden auch eine Rück- oder eine Teilrückerstattung auf Inlays oder Implantaten an. Beides wird seit einigen Jahren vermehrt von Zahnärzten angeboten. Inlays sollen länger halten als herkömmliche Füllungen.

Das hat aber auch seinen Preis – und von dem gibt nur einen Bruchteil von der Kasse zurück. „Da bräuchte es schon einen angepassten Leistungskatalog, eine neue Nomenklatur, damit Patienten von einem besseren Angebot profitieren können“, sagt Georges Clees von der Patientenvertriedung. Dann würden seiner Meinung nach weniger Patienten auf eine Zusatzversicherung zurückgreifen …