Die Ausbildungsmöglichkeiten hinter luxemburgischen Gefängnismauern sind gering. Die Regierung will nachbessern. Künftig soll das Bildungsministerium für den gesamten Bereich der Ausbildung in den luxemburgischen Gefängnissen zuständig werden.

„Papier ist geduldig“, meint die Abgeordnete Myriam Cecchetti (Déi Lénk) im Gespräch mit Reporter.lu und bezieht sich dabei auf die Antwort auf eine parlamentarische Anfrage, die sie gemeinsam mit ihrer Parteikollegin Nathalie Oberweis zum Thema Ausbildung im Strafvollzug gestellt hat. Trotzdem zeigt sie sich teilweise positiv überrascht in Bezug auf das, was Justizministerin Sam Tanson (Déi Gréng) und Bildungsminister Claude Meisch (DP) den beiden Abgeordneten schreiben: „Der politische Wille, die Situation zu verbessern, ist zumindest sichtbar“, so Cechetti.

Eine Frage mit Vorgeschichte

Die Frage von Oberweis und Cecchetti hat eine längere Vorgeschichte. Bereits 2017 erkundigten sich die Abgeordneten Gilles Baum und Claude Lamberty (beide DP) beim Justiz- und Unterrichtsministerium nach den Ausbildungsmöglichkeiten im Strafvollzug. Die Antwort damals war ernüchternd …