40 bis 50 verhaltensauffällige Grundschulkinder sollen künftig in einer intensiven Betreuungseinrichtung außerhalb der Schule aufgefangen werden. Die entsprechenden Maßnahmen des Bildungsministeriums sind nicht nur umstritten, sondern in wesentlichen Punkten noch unausgereift.

Laut, aufgedreht, unkonzentriert. Schüler, die immer wieder den Unterricht stören, sind nicht die Regel, aber auch keine Seltenheit. Schwierig wird es, wenn sie damit den Lernfortschritt einer ganzen Klasse gefährden. Oder aggressiv werden. Kinder mit starken Verhaltensauffälligkeiten will Bildungsminister Claude Meisch (DP) jetzt aus dem regulären Unterricht ausschließen. Auf einer Pressekonferenz im April formulierte er die Situation folgendermaßen: „Manche Schüler tun der Schule nicht gut, und diese den Schülern nicht.“

Hintergrund sei die Not dieser

Die Schritte, die jetzt unternommen werden, wurden nicht aus der Sorge um das Kind angegangen, sondern aus Sorge um die Lehrpersonen.“