Der Messenger-Dienst „Signal“ gab kürzlich bekannt, eine Anfrage zu Nutzerdaten aus Luxemburg erhalten zu haben. Die hiesige Staatsanwaltschaft bestätigt diese Anfrage nun auf Nachfrage von Reporter.lu. Bisher soll sie die einzige ausländische Instanz sein, die an Signal-Daten kommen wollte.

Sämtliche Log-Ins und Verbindungsdaten einer bestimmten Person zwischen dem 3. Mai 2020 und heute – sowie den Inhalt sämtlicher Nachrichten, die zwischen dem 3. und 11. Mai 2020 verschickt wurden: Dies forderte die Luxemburger Staatsanwaltschaft vom Messenger-Dienst „Signal“. Eine Sprecherin der Justiz bestätigte gegenüber Reporter.lu die Anfrage aus Luxemburg. Sie sei am 20. Juli 2020 verschickt worden. Weitere Details wollte die Sprecherin nicht nennen.

Signal selbst hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, eine Anfrage zu Nutzerdaten aus Luxemburg erhalten zu haben. Für das Gesuch berief sich die Luxemburger Strafverfolgungsbehörde auf einen „Mutual Legal Assistance Treaty“ (MLAT), der zwischen dem Großherzogtum und den USA besteht. Der „United States District Court“ in San Francisco verschickte demnach die Anfrage direkt an Signal …