Nachdem bereits mehrere europäische Staaten angekündigt hatten, russische Diplomaten ihrer Länder zu verweisen, geht auch das Großherzogtum diesen Schritt. Wie das Außenministerium am Mittwoch bekannt gab, wurde ein Mitarbeiter der russischen Botschaft in Luxemburg zur „Persona non grata“ erklärt. Die betreffende Person muss das Land nun binnen 15 Tagen verlassen.

Die Aktivitäten des besagten Diplomaten stünden im Widerspruch zu den Sicherheitsinteressen Luxemburgs, heißt es in einer Mitteilung des Außenministeriums. Die Ausweisung geschehe im Rahmen einer europäischen Initiative und erfolge auf Basis von Artikel 9 des Wiener Vertrags, so das Ministerium von Jean Asselborn (LSAP).

Laut Angaben des Außenministeriums beschäftigt die russische Botschaft in Luxemburg sieben bis acht diplomatische Mitarbeiter. Dass nun nur einer dieser Diplomaten des Landes verwiesen werden soll, erklärte Jean Asselborn gegenüber mehreren Medien damit, dass mit einer entsprechenden Gegenreaktion Russlands zu rechnen sei …