In Luxemburg hielten die Regierungen, welche Parteien sie auch stellten, traditionell am Prinzip fest, dass Fusionen von Gemeinden nicht von oben herab diktiert werden, sondern die Initiative von den Kommunen selbst kommen soll. Allerdings wurden Gemeindefusionen immer mit staatlichen Subventionen gefördert. Und dafür wurden in den vergangenen 20 Jahren alles in allem 114,23 Millionen Euro für insgesamt 14 Fusionen ausgegeben. Das ist der Antwort von Innenminister Léon Gloden (CSV) auf eine parlamentarische Anfrage der DP-Abgeordneten André Bauler und Gusty Graas zu entnehmen.

Die staatliche Förderung war dabei in den vergangenen Jahren stets gestaffelt. Bei den letzten Fusionen 2023, als sich Bous und Waldbredimus sowie Grosbous und Wahl zu Bous-Waldbredimus bzw. zu Grosbous-Wahl zusammenschlossen, erhielten die Gemeinden für die ersten 2.000 Einwohner jeweils 2.200 Euro und für jeden Bürger über dieser Schwelle 1.000 Euro. Letztlich bezuschusste der Staat so die neue Gemeinde Bous-Waldbredimus mit rund 6,86 Millionen Euro und die neue Gemeinde Grosbous-Wahl mit 5,01 Millionen Euro.

Bei anderen Fusionen wurde diese Methode ähnlich gehandhabt. Je nach Größe der Gemeinden gab es aber mehr Staffelung oder die Berechnung bezog sich auf die Einwohnerzahl der neuen Fusionsgemeinde statt auf jene der bisherigen Kommunen …