Sowohl das Kindergeld als auch die Beihilfe zum Schulanfang sollen im kommenden Jahr erhöht werden. Beide Maßnahmen sind Teil des nationalen Aktionsplans zur Bekämpfung von Armut und des Reformpakets „Mateneen. Fir all Famill. Fir all Kand“, die die Regierung Ende 2025 bzw. Anfang 2026 vorgelegt hatte. Diese Woche befasste sich der parlamentarische Familienausschuss mit dem entsprechenden Gesetzentwurf. Zur Berichterstatterin wurde die Ausschussvorsitzende und DP-Abgeordnete Mandy Minella bestimmt.
Konkret soll das Kindergeld ab Januar 2027 für Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren um 45 Euro steigen. Für Kinder bis fünf Jahren erhalten die Antragsteller dann rund 325 Euro und für Kinder zwischen sechs und elf Jahren rund 375 Euro. Für Jugendliche ab zwölf Jahren wird das Kindergeld derweil um 60 Euro auf dann rund 410 Euro erhöht. Die Beihilfe zum Schulanfang ihrerseits soll ab August 2027 für Kinder zwischen sechs und elf Jahren um 60 Euro auf 175 Euro und für Jugendliche ab zwölf Jahren um 90 Euro auf 325 Euro erhöht werden.
Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf soll aber auch einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs von Mitte Dezember 2025 Rechnung getragen werden. Die Richter hatten dabei entschieden, dass auch Grenzgänger, die in Patchworkfamilien leben, in Luxemburg Anspruch auf Kindergeld in Bezug auf nicht-leibliche Kinder haben, die in ihrem Haushalt leben. Die nationale Gesetzgebung muss eben jetzt entsprechend angepasst werden …
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