Im vergangenen Jahr verstarben auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Luxemburg insgesamt 484 Menschen. Davon waren 17 potenzielle Organspender. Allerdings wurden letztlich nur in zwei Fällen auch wirklich Organe entnommen. Das ist der Antwort von Gesundheitsministerin Martine Deprez (CSV) auf eine parlamentarische Anfrage der LSAP-Abgeordneten Yves Cruchten und Mars Di Bartolomeo zu entnehmen.

In ihrer Anfrage hatten sich die sozialistischen Parlamentarier besorgt gezeigt hinsichtlich eines „historischen Rückgangs“ an Organentnahmen und damit auch Organspendern in Luxemburg. Mit einem Wert von 2,9 Organspendern pro Million Einwohner belege das Großherzogtum bereits jetzt den letzten Platz im Netzwerk von „Eurotransplant“, wo der Durchschnittswert bei 15,4 Organspendern pro Million Einwohner liege, so die Abgeordneten.

„Die Auswertung der Daten der letzten zehn Jahre lässt keinen Rückschluss auf einen historischen Rückgang der Zahl der Organentnahmen zu. Tatsächlich gab es in keinem Jahr überhaupt keine Entnahmen. Die Daten zeigen jedoch Schwankungen von Jahr zu Jahr“, erklärt Martine Deprez in ihrer Antwort, die denn auch eine Auflistung der entsprechenden Zahlen enthält …