In den letzten Jahren stand der „Film Fund Luxembourg“ immer wieder im Fokus von Kritik. Ungenutzte Summen in Millionenhöhe, lasche Prozeduren und ein allzu mächtiger Direktor, das waren die wesentlichen Missstände, die auch Recherchen von Reporter.lu aufgedeckt hatten. Jetzt werden der Fonds und seine Funktionsweise reformiert. Der entsprechende Entwurf, mit dem das bestehende Gesetz von 2014 geändert wird, wurde am Dienstag verabschiedet.

Aus dem Film Fund wird jetzt eine öffentliche Einrichtung („Etablissement public“), womit er gewissermaßen seine Sonderstellung im Sektor einbüßt. Reporter.lu hatte bereits im Detail über die geplante Reform des Fonds berichtet, die den Empfehlungen eines Audits aus dem Jahr 2018, eines Spezialberichts des Rechnungshofs von 2022 und eines Berichts des parlamentarischen Ausschusses für Budgetkontrolle von 2023 folgt.

Apropos Sektor: Anders als früher stellt jetzt das Kulturministerium dem Film Fund die finanziellen Mittel zur Verfügung. Ressortminister Eric Thill (DP) hat rezent den entsprechenden Gesetzentwurf im Parlament eingebracht. Für die Jahre 2026 bis 2029 soll der Fonds für die Umsetzung seiner Aufgaben insgesamt 180 Millionen Euro erhalten. Das zuvor zuständige Medienministerium behält aber weiterhin eine Kontrolle über den Fonds …