Das „Large Scale Testing“ (LST) ist zu Ende, das juristische Nachspiel aber hat gerade erst begonnen. Am Dienstag war ein Schnellgericht mit einer Beschwerde von „Bionext“ befasst. Das Privatlabor ist der Ansicht, dass die LST-Auftragsvergabe durch den Staat gegen das Gesetz verstieß. Konkret fühlt es sich gegenüber seinem Konkurrenten „Laboratoires Réunis“ benachteiligt. Dieses Labor war zu Beginn des LST mit der Auswertung der PCR-Tests beauftragt worden und setzte diese auch dann fort, als die Regierung die Ausrichtung des LST änderte.

Ab Mitte Juni dieses Jahres konnte sich nämlich jeder Bürger kostenlos einem PCR-Test in einem LST-Testzentrum unterziehen. Ein Strategiewechsel, der laut Bionext mit einer neuen öffentlichen Ausschreibung hätte einhergehen müssen, was jedoch nicht der Fall war. In der Folge sei bei den Privatlaboren die Nachfrage für Tests weggebrochen, wodurch finanzielle Einbußen entstanden, so Bionext. Der Staat hingegen argumentiert, dass es sich bei dieser Phase des LST um eine Weiterführung des ursprünglichen Auftrags handelte.

Nach einigen kurzen Ausführungen am Dienstag befand der Vorsitzende des Schnellgerichts …