Der „Conseil supérieur de la sécurité sociale“ (CSSS) hat entschieden, dass die „Lettre-clé“ der Ärzte und Zahnärzte für 2025 und 2026 nicht aufgewertet wird. Das bedeutet, dass die Mediziner vorläufig nicht mehr Geld von der „Caisse nationale de santé“ (CNS) erhalten und demnach auch nicht mehr abrechnen können. Das Urteil dieses obersten Schiedsgerichts der Sozialversicherung, das vergangene Woche gefällt wurde, ist nicht mehr anfechtbar und stellt einen vorläufigen Höhepunkt dar im Streit zwischen der „Association des médecins et médecins-dentistes“ (AMMD) und der Gesundheitskasse.

Die „Lettre-clé“ ist ein Währungswert, der zur Abrechnung von medizinischen Leistungen verwendet wird und der alle zwei Jahre zwischen der CNS und der AMMD verhandelt wird. Im letzten Jahr waren aber sowohl diese Verhandlungen als auch ein Schlichtungsverfahren gescheitert. Der Streit um die „Lettre-clé“ war denn auch einer der Gründe, die die AMMD anführte, als sie Ende Oktober die bestehenden Konventionen mit der CNS aufkündigte. Allgemein wollte sie aber den Druck auf die Regierung erhöhen, weil diese die versprochenen Reformen in der Gesundheitspolitik nicht so umsetze wie von der AMMD erwartet.

In den Verhandlungen über die „Lettre-clé“ hatte die Ärztevereinigung eine Aufwertung um 2,68 Prozent gefordert …