Mehr als sechs Jahre nach dem Tod eines zweijährigen Jungen durch eine umstürzende Eisskulptur auf dem Weihnachtsmarkt in Luxemburg-Stadt liegt jetzt ein Gerichtsurteil vor. Am Donnerstag verurteilte die zuständige Strafkammer den verantwortlichen Eiskünstler zu einem Jahr Gefängnis auf Bewährung und 5.000 Euro Geldstrafe. Gegen einen seiner Mitarbeiter verhängten die Richter neun Monate Haft auf Bewährung und 1.500 Euro Geldbuße. Die anderen Angeklagten wurden alle freigesprochen.
Insgesamt mussten sich in diesem Prozess, der im Mai verhandelt wurde, neun Personen wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Neben dem Eiskünstler und zwei seiner Mitarbeiter waren es Angestellte der Stadt Luxemburg und des „Luxembourg City Tourist Office“ (LCTO) sowie das LCTO selbst als „juristische Person. In diesem Verfahren ging es eben um die Frage, wer Verantwortung trägt für den Tod des zweijährigen Emran, der am 24. November 2019 von 800 Kilo Eis begraben wurde, als eine aus Eis geschnitzte Wand umstürzte.
Vor Gericht versuchten die verschiedenen Angeklagten, die Verantwortung von sich wegzuschieben und den jeweils anderen die Schuld zu geben, wie Reporter.lu berichtete. Die Staatsanwaltschaft sah letztlich vor allem den jetzt verurteilten Eiskünstler und seinen ebenfalls verurteilten Mitarbeiter im Fehler. Sie forderte aber auch die Verurteilung eines der angeklagten LCTO-Angestellten …
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