Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens zur Caritas-Affäre wurden bisher elf Personen offiziell beschuldigt. Zwei weitere Verdächtige wurden im Ausland verhaftet, wurden aber bislang weder ans Großherzogtum ausgeliefert, noch formell beschuldigt*. Diese und weitere Informationen der Luxemburger Generalstaatsanwaltschaft geben Premierminister Luc Frieden (CSV) und Justizministerin Elisabeth Margue (CSV) in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der LSAP wieder.

Rückblick: Erst vor Kurzem war in Italien eine Frau im Zusammenhang mit der Affäre festgenommen worden. Die 41-Jährige dürfte demnach eine der noch nicht ausgelieferten Verdächtigen sein. Zuvor hatte es mehrere Festnahmen Anfang und Ende 2025 gegeben sowie dazwischen zwei erste Verurteilungen in dem Fall. Und bereits kurz nach Bekanntwerden des Finanzskandals, bei dem 61 Millionen Euro von den Konten der Caritas ins Ausland überwiesen wurden, war die dafür verantwortliche Finanzdirektorin selbst bei der Polizei vorstellig geworden. Sie gilt ebenfalls als Beschuldigte, soll aber Opfer eines sogenannten Präsidentenbetrugs geworden sein und auf Geheiß einer oder mehrerer Personen gehandelt haben, die sich als Caritas-Generaldirektor ausgaben.

Die Minister bestätigen in ihrer Antwort auf die parlamentarische Anfrage der LSAP-Abgeordneten Taina Bofferding und Mars Di Bartolomeo, dass von den Luxemburger Justizbehörden seit Beginn der Ermittlungen 13 internationale Haftbefehle erlassen worden seien …