Der TICE wird ab Januar kommenden Jahres nicht mehr für den Transport von Schülern im Süden Luxemburgs zuständig sein. Das wurde so in einem Grundsatzabkommen zwischen dem interkommunalen Transportsyndikat und dem Mobilitätsministerium festgehalten. Bedenken der Gewerkschaften, dass sich durch die Schaffung eines „Syndicat mixte“ die Arbeitsbedingungen für das Personal verschlechtern könnten und allgemein eine Privatisierung droht, versucht das Ministerium von Yuriko Backes (DP) zu entkräften.

Über den „Accord de principe“ hatte am Montag zuerst das „Tageblatt“ berichtet. In dem Artikel war unter anderem die Rede davon, dass die Flotte des TICE, dem „Transport intercommunal de personnes dans le canton Esch-sur-Alzette“, von 150 auf 90 Busse reduziert werde. Informationen, die wiederum Recherchen des „Luxemburger Wort“ so nicht bestätigten. Unstrittig ist, dass das Syndikat an seine Grenzen stößt, sowohl was seine Aufgaben im öffentlichen Transport als auch die Finanzierung anbelangt. Reporter.lu hatte im Juli 2024 über die angestauten Probleme des TICE berichtet – und bereits im August 2023, dass das Syndikat den Schülertransport einstellen könnte.

Letzteres ist nun offiziell bestätigt, wie aus einer Pressmitteilung des Mobilitätsministeriums und des TICE vom Montag hervorgeht: „Die vom Ministerium geplanten Erweiterungen des Busnetzes im Süden des Landes, die für Dezember 2025 vorgesehen sind, werden eine erhebliche zusätzliche Belastung für den Verband mit sich bringen, was eine Anpassung der Linien im TICE notwendig macht …