Über 1.000 sogenannte Pick-ups sind in Luxemburg angemeldet. Umstritten sind vor allem die US-Modelle, weil sie im Verkehr eine größere Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen. Dennoch werden sie dank eines rechtlichen Schlupfloches vermehrt in die EU importiert.
Sie sind groß, sie sind besonders umweltschädlich und ihre Zahl nimmt stark zu. Die Regeln für Pick-ups sind jedoch das Gegenteil: Die Auflagen für Importe von solchen Geländewagen mit offener Ladefläche aus den USA sind lasch und die Autosteuer gering.
Anfang Juli warnten acht europäische Organisationen die EU-Kommission vor einer massiven Zunahme der importierten Pick-ups. Der Verkauf des beliebtesten Modells „Dodge RAM“ habe 2023 um 20 Prozent zugenommen, hieß es in einer Pressemitteilung. „Wir müssen die Autos auf unseren Straßen verkleinern und nicht den größten und gefährlichsten einen Freifahrtschein ausstellen“, sagte James Nix von „Transport and Environment“. Es brauche eine stärkere Regulierung, forderten die Organisationen aus den Bereichen Umwelt- und Verbraucherschutz sowie Verkehrssicherheit.
In Luxemburg fand die Debatte wenig Anklang, dabei macht das Phänomen nicht Halt vor den hiesigen Straßen und Garagen. Knapp 1.300 Pick-ups waren Ende Juli im Großherzogtum angemeldet. Davon sind 450 ursprünglich nicht für den EU-Markt zugelassen, sagt Manuel Ruggiu von der „Société nationale de circulation automobile“ (SNCA) auf Nachfrage von Reporter.lu.
Ein rechtliches Schlupfloch
Dass die US-Pick-ups dennoch auf europäischen Straßen fahren können, liegt an einer besonderen Form der Zulassung: den EU-Einzelgenehmigungen. Was als Ausnahmeregelung gedacht war, nutzen seit wenigen Jahren Autokonzerne und Importeure aus, um Pick-ups in Europa zu verkaufen.
Es entstand ein rechtliches Schlupfloch, durch das Tausende dieser Fahrzeuge jährlich in die EU importiert werden – vorbei an den strengen Auflagen für Autos. Das gilt besonders für Regeln zur Fahrzeugsicherheit, zum Ausstoß von Schadstoffen sowie zu den CO2-Emissionen …
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