Hat der ADR-Abgeordnete Roy Reding bei einem Immobiliengeschäft eine Käuferin hinters Licht geführt, indem er ihr wesentliche Informationen vorenthielt? Diese Frage ist Gegenstand eines Prozesses, in dem die Staatsanwaltschaft dem 57-jährigen Politiker Betrug, Dokumentenfälschung und Geldwäsche zur Last legt. Im Mittelpunkt des Falls steht ein Mehrfamilienhaus in guter Lage in Kirchberg.

Das Ehepaar Roy Reding und Karine Reuter hatte die Immobilie in der Rue du Kiem Ende 2007 über eine ihrer Gesellschaften erworben. In den Folgejahren hatten sie Umbauten im Haus durchführen lassen, ehe sie es ab Frühjahr 2015 zum Verkauf anboten. Es fand sich auch eine Interessentin für das Gebäude mit zwei Apartments und drei Einzimmerwohnungen. Der Kaufvertrag über 1,65 Millionen Euro wurde Ende 2016 unterzeichnet.

Was die Käuferin eigenen Angaben zufolge aber nicht wusste: Obwohl die Immobilie offensichtlich fünf Wohneinheiten umfasste, hätte es das Einzimmerapartment im Erdgeschoss gar nicht geben dürfen …