Der Getränkehändler „Munhowen“ hat einen Teil der Lieferaktivitäten von „Boissons Heintz“ an die belgische „Maziers“-Gruppe verkauft. Besagte Aktivitäten betreffen die Getränkelieferungen an Hotels, Restaurants und Cafés. Damit kam „Munhowen“ einer Forderung der EU-Kommission nach, die den Verkauf dieser Aktivitäten als Bedingung gestellt hatte, damit die Fusion mit dem Getränkehändler „Boissons Heintz“ aus Hosingen umgesetzt werden kann.

Die Übernahme war bereits vor drei Jahren in die Wege geleitet worden. Ende Januar 2023 hatte die „Brasserie nationale“, der Mutterkonzern von „Munhowen“, die Luxemburger „Autorité de la concurrence“ darüber informiert. Die Wettbewerbsbehörde hatte jedoch Bedenken und schaltete die EU-Kommission ein, wogegen die „Brasserie nationale“ juristisch vorging. Anfang März 2025 wurde der Fall dann vor dem Gericht der Europäischen Union verhandelt. Anfang Juli entschied das Gericht, dass eine Prüfung durch die EU-Kommission zulässig sei. Ende Juli gab die Kommission dann grünes Licht.

Dabei merkte die Kommission jedoch an, dass eine Übernahme aller Aktivitäten von „Boissons Heintz“ die beiden führenden Getränkegroßhändler für Cafés, Restaurants und Hotels in Luxemburg zusammenschließe, was zu einem Mangel an Konkurrenz im Wettbewerb führe …