Das Getränkeunternehmen „Brasserie nationale“ darf den Konkurrenten „Boissons Heinz“ durch eine Fusion mit seiner Tochtergesellschaft „Munhowen“ übernehmen. Das gab die EU-Kommission jetzt nach einer Prüfung der Wettbewerbsverhältnisse bekannt. Die Kommission gab ihre Zustimmung allerdings nur unter einer Bedingung: Nicht alle Geschäftsbereiche dürfen übernommen werden. „Boissons Heintz“ muss die Belieferung des Gastgewerbes zu großen Teilen an eine andere Firma abgeben.
Eine Übernahme aller Aktivitäten von „Boissons Heintz“ hätte die beiden führenden Getränkegroßhändler für Cafés, Restaurants und Hotels in Luxemburg zusammengeführt und zu einem Mangel an Konkurrenz im Wettbewerb geführt, so die EU-Kommission. Daher hätten die Firmen vorgeschlagen, den Großteil der „Horeca“-Aktivitäten von „Boissons Heintz“, einschließlich aller notwendigen Vermögenswerte und Mitarbeiter, an einen geeigneten Käufer zu veräußern.
Die Übernahme war bereits vor anderthalb Jahren in die Wege geleitet worden. Ende Januar 2023 hatte die „Brasserie nationale“ die Luxemburger „Autorité de la concurrence“ darüber informiert. Die Wettbewerbsbehörde hatte jedoch Bedenken und schaltete die EU-Kommission ein, wogegen die „Brasserie nationale“ juristisch vorging …
Bereits Mitglied? Jetzt einloggen!
