Die Bevölkerung wird zunehmend älter und immer mehr Menschen sehen sich mit dem Risiko des Verlustes ihrer Autonomie konfrontiert. Eine neue Maßnahme soll die Möglichkeit bieten, den Ernstfall bereits zuvor freiwillig zu regeln und gewisse Vollmachten für die Zukunft an Drittpersonen zu übertragen. Das Justizministerium hat einen entsprechenden Gesetzentwurf ausgearbeitet. Orientiert wurde sich dabei an ähnlichen Verfahren in Frankreich und Belgien.

Mit dem Vorhaben wird die sogenannte Vorsorgevollmacht („Mandat de protection future“) ins Luxemburger Recht eingeführt. Sie soll eine Alternative zu den bestehenden gerichtlichen Prozeduren, wie etwa eine Vormundschaft, sein, so Justizministerin Sam Tanson (Déi Gréng) bei der Vorstellung des Projekts. Die Maßnahme war bereits im Koalitionsvertrag vorgesehen und ist auch Teil des Nationalen Aktionsplans zu den Rechten von Menschen mit Behinderung.

Durch die Vorsorgevollmacht können Betroffene eine oder mehrere Personen via Vertrag ermächtigen, Entscheidungen für sie zu treffen, ab dem Zeitpunkt, an dem sie körperlich oder geistig dazu nicht mehr imstande sind …