Zwei Jahre Haft auf Bewährung sowie 2.500 Euro Geldstrafe: So lautet das Strafmaß, das am Donnerstag am Bezirksgericht Luxemburg gegen einen 37-jährigen Impfgegner verhängt wurde. Der Beschuldigte hatte in mehreren Briefen explizite Todesdrohungen gegen Politiker ausgesprochen und dabei Bezug auf deren Corona-Politik genommen. Zudem hatte er den Schreiben ein verdächtiges Pulver beigefügt.

Was genau ihn dazu bewogen hatte, die Briefe zu verfassen und in dieser Form zu verschicken, konnte der Angeklagte Mitte Mai vor Gericht nicht wirklich erklären. Er sprach von „Dummheit“ und „einem schwachen Moment“, sein Anwalt von einer schwierigen familiären Situation seines Mandanten während der Pandemie. Der Mann habe aber niemandem schaden wollen. Die Behörden allerdings nahmen die Schreiben ernst, auch, weil sie in zwei verschiedenen Phasen versendet wurden und die Drohungen zunehmend detaillierter ausfielen …