Mit offenen Augen sollte man durchs Leben gehen – und mit gesunden. Wer aber einen Termin beim Augenarzt braucht, muss oft Monate warten. Von einem Mangel an Fachkräften spricht so gut wie niemand. Was aber viele Patienten nicht wissen: Manchmal können Optiker Hilfe leisten. 

Sitzt der Patient im Behandlungszimmer, ist bereits eine erste Hürde geschafft. Bis dorthin kann es aber manchmal dauern. Einige Wochen, manchmal auch Monate braucht es, bis der Patient in Luxemburg einen Augenarzttermin bekommt. Schaut man auf dem Buchungsportal Doctena nach gibt es bei so manchen Augenärzten den nächsten freien Termin frühestens im Januar 2019 – also in gut zwei Monaten. Je nachdem, um welchen Arzt es sich handelt, sind sogar Wartezeiten von drei bis neun Monaten nicht unüblich.

Wodurch entstehen die langen Wartezeiten? Die Bevölkerung wächst und wird stetig älter. Damit steigt nicht nur die Zahl der Patienten, sondern auch derjenigen, die Krankheiten, wie grauer oder grüner Star behandeln lassen müssen. Ein herkömmlicher Sehtest oder eine Augenkontrolle wird neben solchen Fällen eher zur Nebensache. Wenn also kein Notfall vorliegt, muss der Patient in der Regel warten.

Gibt es neben einem Mangel an Allgemeinmedizinern dann also auch einen Mangel an Augenärzten in Luxemburg? Die Société Luxembourgeoise d’Ophtalmologie (SLO) sagt Nein. 

Je früher der Patient operiert wird, desto früher muss er auch zu regelmäßigen Kontrollen kommen. Der medizinische Aufwand ist also größer.“ Dr. Tom Pavant