In seinem neuen Jahresbericht geht der Wirtschafts- und Sozialrat (CES) neben der Bewältigung der Pandemie auch auf die Auswirkungen der Telearbeit in Luxemburg ein. Der Grundtenor: Neben Chancen birgt der Trend zum Homeoffice auch Gefahren für die heimische Wirtschaft. Auch, weil Luxemburg sich in einer paradoxen Lage befindet.

So ist das Großherzogtum EU-weit Spitzenreiter bei jenem Anteil an Arbeit, die sich aus dem Homeoffice erledigen lässt. Denn seine Wirtschaft wird vom Dienstleistungssektor und der Finanzindustrie bestimmt. Gleichzeitig hängt diese Wirtschaft jedoch maßgeblich von Pendlern ab und demnach von Arbeitnehmern, die ihren Hauptwohnsitz nicht in Luxemburg haben.

Nicht zuletzt die Coronakrise habe dabei besonders Grenzgängern die Vorzüge der Telearbeit gezeigt. Das Wegfallen der täglichen Pendlerstrecke habe dazu geführt, dass das Homeoffice bei ihnen deutlich beliebter ist als bei Personen mit Hauptwohnsitz in Luxemburg. Zudem könnte das neue Arbeitsmodell zu flexibleren Arbeitszeiten und einer besseren Work-Life-Balance führen, so der Bericht des CES.

Allerdings dürften die Gefahren für den Standort Luxemburg nicht ignoriert werden …