Sollte das Datenzentrum von „Google“ in Bissen tatsächlich einmal Realität werden, könnten sich dadurch die Stromnetzkosten reduzieren – zumindest für Großkunden. Das geht aus der Antwort von Wirtschaftsminister Lex Delles (DP) auf eine parlamentarische Anfrage von Georges Engel, Franz Fayot und Ben Polidori hervor. Die LSAP-Abgeordneten hatten gefragt, wie der Netzanschluss eines solchen Großverbrauchers die Gesamtkostenverteilung beeinflussen wird, und hatten dabei auf die seit Anfang 2025 geltende Tarifstruktur verwiesen.

„Es ist davon auszugehen, dass das Projekt für andere Kunden zu einem Rückgang der Netzkosten führen wird“, antwortet der Minister. Allerdings: „Angesichts der Kosten für die notwendigen Erweiterungen infolge der Ansiedlung mehrerer neuer Rechenzentren lässt sich jedoch nicht darauf schließen, dass eine solche Erweiterung generell zu einer Senkung der Netzkosten führt“, so Lex Delles weiter. Für Kunden, die die gleiche Spannungsebene wie das Datenzentrum nutzen, könnten die Netzkosten dem Minister zufolge jedoch um 25 bis 30 Prozent zurückgehen, für Kunden auf niedrigeren Spannungsebenen, um zwei bis sechs Prozent. Demnach würden von der Netzkostensenkung eher größere Unternehmen profitieren.

Diese Schätzung stützt sich laut Lex Delles auf verschiedene Annahmen und Szenarien …