Mit dem Wegfallen der Residenzklausel für nicht-luxemburgische Bürger wird es bei den Gemeindewahlen im kommenden Jahr 68.173 potenzielle Wähler mehr geben: 36.068 Männer und 32.105 Frauen. Diese Zahlen nennt Familien- und Integrationsministerin Corinne Cahen (DP) in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des LSAP-Abgeordneten Dan Biancalana.

Die Zahlen rühren daher, dass bei den Kommunalwahlen 2023 die Kriterien, um sich als ausländischer Einwohner an den Wahlen zu beteiligen, ändern. Die bisherige Residenzklausel, nach der Nicht-Luxemburger dafür mindestens fünf Jahre im Großherzogtum leben mussten, fällt nämlich weg. Nun reicht es aus, wenn sie, wie Luxemburger auch, mindestens 55 Tage vor dem Wahltermin in den Wählerlisten eingetragen sind. Zuvor betrug diese Frist 87 Tage.

Anders als bei Luxemburger Staatsbürgern geschieht der Eintrag in die Wählerlisten aber nicht automatisch …