Mit einem Spaziergang durch die Festungsstadt, Fortbildungen und einem Projektaufruf will die Regierung das kulturelle Erbe einem breiteren Publikum zugänglich machen. Besonders für Menschen mit Behinderungen soll das Recht auf Kultur besser gewährleistet werden. 

Festungsstadt Luxemburg: Der Unesco-Rundgang „Luxembourg, vieux quartiers et fortifications“ ist ein Tourismus-Schlager des Großherzogtums. Doch für Menschen mit Behinderungen wurde er bis vor kurzem größtenteils erschwert. Treppen, Steigungen und Mauern, die die Sicht aus einem Rollstuhl versperren: Schon alleine die architektonischen Barrieren machen Kultur und kulturelles Erbe nicht für jeden gleichermaßen zugänglich.

Am Dienstag nun stellte das Kulturministerium Projekte und Initiativen vor, durch die die Auflagen der auch von Luxemburg per Gesetz ratifizierten Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen zumindest ein Stück weit erfüllt werden sollen. „Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen, gleichberechtigt mit anderen am kulturellen Leben teilzunehmen“, heißt es in der Konvention.

Den Zugang zu Orten kultureller Darbietungen sowie zu Denkmälern und Stätten zu ermöglichen, Formate anzupassen und Materialien bereitzustellen ist demnach obligatorisch. „Ein inklusives Kulturangebot auszuarbeiten und anzubieten, ist nicht von der Nachfrage abhängig. Es ist eine Pflicht“, sagte auch Kulturministerin Sam Tanson …