Die Zahl der Musikvereine ist in den vergangenen 20 Jahren von 330 auf 295 gesunken. Den Dorforchestern fehlt es an Nachwuchs, dabei steigt die Zahl der Musikschüler aber seit Jahren. Erklärungen für das Paradox.

„Wer heute für sein Orchester zehn bis 15 Nachwuchsmusiker findet, wird in 25 Jahren noch einen davon im Verein haben.“ Die Prognose von Robert Köller fällt ernüchternd aus. Er ist Generalsekretär der Union Grand-Ducale Adolphe (Ugda) und weiß, wie schwierig sich für Dorfmusiken die Suche nach Nachwuchs gestaltet. Und wie kompliziert es ist, diesen zu halten.

Dabei gibt es in Luxemburg mehr als genug Nachwuchsmusiker. Die Zahl der Einschreibungen in den Musikschulen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen (2015 waren es 15 657, dieses Jahr 16 868). Warum will aber niemand in die Dorfvereine?