Die Regionalregierung spricht von der schlimmsten Flut seit 100 Jahren: Im südindischen Bundesstaat Kerala sind in diesem Monat rund 400 Menschen infolge des starken Monsunregens ums Leben gekommen. Nun wächst die Wut in der Bevölkerung.

Eigentlich wird der Monsunregen in Kerala Jahr für Jahr herbeigesehnt. Besonders die Bauern sind in diesem südindischen Bundestaat auf den Regen angewiesen: Er ist Garant für eine reiche Ernte, und garantiert das Gedeihen von Flora und Fauna in weiten Teilen der Region.

Doch die Monsunzeit bringt auch Gefahren mit sich: Bleiben die Regenfälle aus, droht eine Hungerkatastrophe. Kommen sie mit voller Wucht, kann es zu sintflutartigen Zuständen kommen.

Rund 400 Menschen sind den Fluten in den vergangenen Wochen zum Opfer gefallen. Außerdem mussten 1,3 Millionen Menschen ihre Häuser verlassen und verloren ihr Hab und Gut. Auf viele von ihnen warten bei ihrer Rückkehr nach indischen Medienberichten nun giftige Schlangen oder Skorpione, die in den menschlichen Behausungen Schutz vor den Fluten gesucht haben.