Vor allem zu Beginn einer Schwangerschaft ist das Risiko einer Fehlgeburt hoch. Von Betroffenen wird angenommen, dass sie ihr Leben danach normal weiterführen. Dabei ist nicht nur die Fehlgeburt selbst, sondern auch die medizinische Prozedur für die wenigsten Frauen leicht zu verarbeiten. 

Anna* hatte wenigstens ein bisschen Glück im Unglück. Sie erleidet in der 12. Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt und muss eine Ausschabung ihrer Gebärmutter machen lassen. Das Gewebe geht danach für eine Untersuchung ins Labor, doch den Fötus kann sie mit nach Hause nehmen und begraben. Eine Ausnahme bei frühen Fehlgeburten. „Ich habe den Arzt gefragt, ob es möglich wäre, ihn mir mitzugeben, und er war einverstanden“, sagt sie. Das habe ihr bei der Verarbeitung des Geschehenen geholfen.

Dass Anna den Fötus mitnehmen konnte, hat sie alleine ihrem zu behandelnden Arzt zu verdanken. Normalerweise gehen die Überreste nach einer Ausschabung ins Labor, bevor sie später weggeworfen werden. Zumindest bei einer frühen Fehlgeburt bis zur 14. oder spätestens 16. Woche …