Das Parlament hat am Mittwoch eine Lücke bei den Corona-Hilfen geschlossen: Selbstständige können nun von einer einmaligen Direkthilfe profitieren. Einigen Abgeordneten geht das nicht weit genug. Sie fordern einen dauerhaften Hilfsmechanismus für Freiberufler, ähnlich der Kurzarbeit.

Selbstständige Unternehmer blieben bei den geltenden Corona-Unterstützungen bisher außen vor. Denn das im Dezember verabschiedete Hilfspaket der Regierung sah keine Direkthilfen für Freiberufler vor. Zwar konnten Gastronomen und Fitnessstudio-Betreiber beispielsweise laufende Kosten geltend machen und bekamen pro Mitarbeiter bis zu 1.250 Euro Unterstützung.

Bereits im Mai des vergangenen Jahres konnten Selbstständige von einer einmaligen Direkthilfe in Höhe von 2.500 Euro profitieren. Lediglich Künstler und Selbstständige in Gesundheitsberufen waren damals von der Einmalzahlung ausgenommen.

Am Mittwochabend wurde im Parlament eine neue Direkthilfe für Selbstständige einstimmig angenommen. Die Einmalzahlung ist nach dem besteuerten Einkommen gestaffelt und beläuft sich entweder auf 3.000, 3.500 oder 4.000 Euro. Die Regierung rechnet mit Ausgaben von 15 Millionen Euro.

Obergrenze bleibt bestehen

Von der Hilfe ausgenommen sind Personen, deren Einkommen zweieinhalbmal über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt. Ein Punkt, der unter anderem von der Handwerkskammer, der Handelskammer sowie Vertretern der CSV kritisiert wurde. Sie forderten, die Obergrenze aufzuheben.