Luxemburg gehört zu den europäischen Ländern, in denen Arbeitnehmer am meisten Home Office nutzen. Von zu Hause arbeiten, hört sich zwar praktisch an, ist aber nicht einfach umsetzbar. Ein Überblick über die Gesetzeslage.

Home Office hat ein Ziel: Der Arbeitnehmer soll sich seine Arbeitszeit möglichst flexibel einteilen können. So zumindest die Theorie. Doch nicht jeder profitiert vom Büro zu Hause. Einerseits zeigen Studien, dass Home Office für Mütter oft eher eine Doppel- als eine Entlastung ist. Andererseits müssen sich sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber beim Home Office oder der sogenannten Telearbeit an bestimmte Regeln halten. Einen juristischen Rahmen dafür gibt es in Luxemburg seit 2015.

Fest steht: Nur wenn eine vorherige Einigung mit dem Arbeitgeber besteht, darf der Angestellte von zu Hause aus arbeiten. Wer sich mit seinem Arbeitgeber darauf einigt, muss das bei Vertragsabschluss oder in einem Nachtrag schriftlich festhalten. Der Arbeitgeber darf den Arbeitnehmer allerdings nicht dazu verpflichten von zu Hause aus zu arbeiten. Es ist demnach kein Kündigungsgrund, wenn ein Angestellter sich dem verweigert.

Im Vertrag muss unter anderem der Ort der Telearbeit festgelegt werden. Wenn der Arbeitnehmer nicht von zu Hause aus arbeitet, muss ein anderer Ort (beispielsweise ein Shared-Space-Büro) angegeben werden. Außerdem müssen Wochentage und Uhrzeiten festgelegt werden, während denen der Arbeitnehmer erreichbar sein muss, sowie Arbeitsmaterial, das vom Arbeitgeber für das Home Office zur Verfügung gestellt wird …