Kreuzimpfungen stellen die Behörden beim digitalen Impfzertifikat vor ein Problem. Denn das Dokument kann keine zwei unterschiedlichen Impfstoffe anzeigen. Das Ministerium sieht jedoch keine rechtlichen Bedenken und verweist auf den einheitlichen EU-Rahmen.

Seit rund einem Monat besteht in Luxemburg die Möglichkeit einer Kreuzimpfung. Personen, die eine Erstimpfung mit dem Wirkstoff von AstraZeneca erhalten haben und bei denen die Zweitimpfung noch aussteht, können seitdem selbst entscheiden, ob sie beim zweiten Termin einen mRNA-Impfstoff bevorzugen. In der Praxis stehen dafür die Impfstoffe von Moderna und von BioNTech-Pfizer zur Verfügung.

Hintergrund der Entscheidung, den Weg für Kreuzimpfungen in Luxemburg frei zu machen, war unter anderem ein Gutachten des „Conseil Supérieur des Maladies Infectieuses“ (CSMI). Das Expertengremium hatte sich bereits Mitte Juni ausdrücklich für eine Kreuzimpfung nach einer ersten Impfung mit AstraZeneca ausgesprochen. So deuten erste Studien aus Spanien und Großbritannien darauf hin, dass eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Wirkstoff eine stärkere Immunantwort auslöst und demnach einen besseren Schutz gegen eine Infektion bietet, als eine Zweifach-Impfung mit AstraZeneca.

Kreuzimpfung nicht ersichtlich

Nach Informationen von Reporter.lu stellt die Kreuzimpfung das Gesundheitsministerium jedoch vor ein technisches Problem. Denn das digitale Impfzertifikat kann nur einen Impfstoff anzeigen. Demnach wird bei einer Zweitimpfung mit einem mRNA-Wirkstoff ausschließlich dieser angezeigt. Es ist also anhand des Zertifikats nicht ersichtlich, ob Personen regulär zweimal mit dem gleichen Impfstoff geimpft wurden oder ob sie eine Kreuzimpfung erhalten haben …