Es muss nicht eine ganze Schachtel sein – Medikamente können einzeln verpackt werden. Luxemburgs Apotheker bieten diese innovative Dienstleistung zwar an, bekommen dafür aber keine Rückerstattung. Wieder einmal geht es bei der CNS ums Geld. 

Schmerztabletten, Blutverdünnungsmittel, Kreislauf-Pillen: Wann ist welches Präparat fällig? Morgens, mittags oder doch abends? Es ist praktisch, wenn der Patient weiß, wann er welche Pille einnehmen muss. Und wenn der Apotheker sie ihm separat verpackt. Apotheken bieten diesen Dienst zwar an, bezahlt werden sie dafür aber nicht. Obwohl sie es müssten.

In einem Konflikt zwischen Apothekern, CNS, Gesundheits- und Sozialministerium geht es ums Geld. Darauf warten die Apotheker, weil es ihnen in einer Verordnung vom Mai 2019 versprochen wurde. Der Text des Gesundheitsministeriums stellt ein Honorar von 11,20 Euro in Aussicht, wenn sie für Kunden Medikamente einzeln verpacken.

Offiziell ist die Verordnung am 1. Juni in Kraft getreten, Geld gab es bisher aber nicht. Dabei steht bereits im Koalitionsvertrag, dass das „Finanzierungsprojekt“ für Blister (also einzelne Sichtverpackungen) „schnellstmöglich“ umgesetzt werden soll …