Die Zahl der Menschen ohne Arbeit bleibt auch im Juli dieses Jahres konstant niedrig. Wie bereits im Juni liegt die Quote der Arbeitslosigkeit saisonbereinigt bei 4,7 Prozent. Im Laufe des Monats haben sich 2.251 Einwohner eingeschrieben, sodass Ende Juli 14.259 gebietsansässige Personen als arbeitssuchend gemeldet waren.

Wie aus den neuesten Zahlen der Arbeitsagentur ADEM hervorgeht, sind dies etwa 600 mehr als noch im Juni. Dazu kommen 4.221 Personen, die an einer Beschäftigungsmaßnahme teilnehmen, und 2.638 Personen, die im Ausland leben und bei der ADEM eingeschrieben sind.

Auffallend ist die hohe Zahl an offenen Stellen, die Arbeitgeber der ADEM melden. Im Juli wurden 3.965 neue Stellenangebote verzeichnet, wodurch die Gesamtzahl der ausgeschriebenen Arbeitsplätze Ende Juli bei 13.028 lag. Innerhalb eines Jahres ergibt dies einen Anstieg von 34 Prozent. Im Juni 2022 gab es einen absoluten Rekord, als 13.599 Stellen frei waren.

164 der neuen Einschreibungen bei der Arbeitsagentur im vergangenen Monat wurden von Geflüchteten aus der Ukraine vorgenommen. Im August seien insgesamt etwa 580 Personen mit diesem vorübergehenden Schutzstatus bei der ADEM gemeldet, wie Radio 100,7 berichtete. 70 Personen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, seien bereits auf freie Stellen vermittelt worden.

Im Juli erhielten 7.032 Einwohner Arbeitslosengeld. Auch diese Zahl ist im Jahresvergleich um 14,6 Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zu den Vorjahren sind die aktuellen Zahlen wesentlich besser. Im vergangenen Jahr um diese Zeit waren noch 2.548 gebietsansässige Personen mehr bei der ADEM eingeschrieben. Die Quote lag im Juli 2021 bei 5,6 Prozent, im Juli 2020 sogar bei 6,6 Prozent.

Wie die Direktorin der ADEM, Isabelle Schlesser, im Juni dieses Jahres bei Radio 100,7 erklärte, sei die derzeitige Lage auf dem Arbeitsmarkt „hervorragend“. Sie warnte aber auch vor dem Einfluss von Inflation und Energiepreisen auf die Wirtschaft und damit auch auf die Arbeitslosigkeit. (FK)